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Tipps & Mythen

Die Wahrheit über Impfungen

Es gibt Impfbefürworter, Impfskeptiker und sogar Impfverweigerer - deshalb ist Aufklärung so wichtig. Fakt ist, wer sich impfen lässt, übernimmt Verantwortung. Denn eine Immunisierung reduziert nicht nur die Ansteckungsgefahr, sondern auch die Verbreitung gefährlicher Erreger. So konnten viele Krankheiten in den Griff bekommen werden.


Thesen der Impfgegner – das ist wirklich dran

Die Wirkungen von Impfungen wurden niemals belegt

Nach geltendem Arzneimittelrecht erhält ein Impfstoff nur dann eine Zulassung, wenn nachgewiesen ist, dass er auch wirksam und verträglich ist. Den Nachweis muss der Hersteller in vorklinischen Untersuchungen und klinischen Prüfungen erbringen. Geprüft werden die wissenschaftlichen Belege auf EU-Ebene unter der Regie der Europäischen Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency). Hierzulande liegt die Verantwortung beim Paul-Ehrlich-Institut als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.

Darüber hinaus werden auch nach der Zulassung meist von den Herstellern, aber auch von unabhängigen Wissenschaftlern aus Universitäten und Forschungs­instituten Studien durchgeführt, in denen die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen fortlaufend untersucht wird. Daher konnten bei Impfstoffen, die bereits seit vielen Jahrzehnten eingesetzt werden, zum Beispiel beim Masernimpfstoff, Wirksamkeit und Sicherheit bei Millionen von Menschen belegt werden. Ausdruck der Wirksamkeit ist nicht zuletzt die Tatsache, dass die Masern weltweit erfolgreich zurückgedrängt und Todesfälle vermieden werden konnten.

Ein weiteres bekanntes Beispiel dafür ist die Einführung der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) Anfang der 1960er Jahre. Während in der Bundesrepublik 1961 noch fast 4.700 Kinder an Kinderlähmung erkrankten, waren es 1965 bereits weniger als 50 Kinder. Seit 1990 sind in Deutschland keine Er­kran­kungen durch Wildpolioviren mehr aufgetreten (siehe auch Antwort auf den Einwand 17).

Ähnlich durchschlagend war die Impfung gegen das Bakterium Haemophilus influenzae (Typ b), das schwere Hirnhautentzündungen bei Säuglingen und Kleinkindern verursachen kann. In der DDR, wo die Infektionszahlen sehr genau registriert wurden, traten in den Jahren vor 1990 jeweils etwa 100 bis 120 Fälle von Hirnhautentzündungen auf. Als im Jahr 1990 die Haemophilus-Impfung in ganz Deutschland eingeführt wurde, verringerte sich die jährliche Fallzahl in den östlichen Bundesländern rasch auf weniger als zehn.

 

Quelle: Robert Koch-Institut

Kurzzeitiger Impfschutz - Ständige Wiederholungen

Ob eine Impfung wiederholt werden muss oder nicht, ist von Impfstoff zu Impfstoff unterschiedlich. Wenn beispielsweise ein Kind im Rahmen der sogenannten Grundimmunisierung zweimalig eine Kombinationsspritze gegen Masern, Mumps und Röteln erhält, kann man davon ausgehen, dass der Immunschutz gegen Masern und Röteln tatsächlich ein Leben lang währt.

Anders verhält es sich bei Tetanus, Diphtherie, Polio oder Keuchhusten. Die Impfung gegen diese Krankheiten bietet fünf bis zehn Jahre Schutz – danach sollte sie wiederholt werden. Einen weitaus kürzeren Schutz bietet eine Grippeimpfung: Da sich der Grippeerreger enorm schnell verändert, müssen gefährdete Personen den Immunschutz jedes Jahr mit einem neu zusammengesetzten Impfstoff auffrischen lassen.

Aufgrund der zeitlich begrenzten Wirkung eines Impfstoffes ist jedoch nicht von einer geringen Effektivität auszugehen. So kann eine jährliche Grippe­schutz­impfung bei chronisch Kranken oder alten Menschen das Risiko für lebens­be­droh­liche Er­kran­kungs­ver­läufe verringern. Auch eine Immunisierung gegen Tetanus im 10-Jahres-Turnus erscheint angesichts der mitunter tödlichen Infektion als ein geringer Aufwand.

Des Weiteren sollte bedacht werden, dass auch Personen, die einmal eine Infektionskrankheit überstanden haben, nicht dauerhaft gegen diese Krankheit immun sind. Sowohl an Tetanus als auch an Diphtherie oder Keuchhusten kann man mehrfach im Leben erkranken. Es sind sogar einige Fälle bekannt, in denen Menschen zweimal an Masern erkrankten.

 

Quelle: Robert Koch-Institut

Man kann trotz Impfung erkranken

Keine einzige Impfung vermag ausnahmslos alle Geimpften zu schützen ebenso wie kein Medikament bei sämtlichen Patienten wirkt. Allerdings können Impfungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich senken.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einer Grundschule träte eine Masern­epidemie auf. Die eine Hälfte der Schüler wäre geimpft, die andere nicht. Sta­tis­tisch gesehen würden etwa 97 bis 98 Prozent der nicht geimpften Schüler er­kran­ken, wohingegen unter den Geimpften nur zwei bis drei Prozent erkrankten. Bei der Grippeimpfung dagegen ist die Wirkung weniger gut. Je nach Alter und Ge­sund­heits­zustand schützt sie etwa 40 bis 75% Prozent der Geimpften vor Grippe, wobei die Impfung bei alten Menschen in der Regel am schlechtesten anschlägt.

Des Weiteren kann eine nicht rechtzeitig durchgeführte Auffrischimpfung oder ein noch unvollständig aufgebauter Immunschutz die Impfung weniger effektiv werden lassen. So müssen die klassischen Kinder-Schutzimpfungen zunächst mehrfach nach einem zeitlich geregelten Schema wiederholt werden, bevor man mit einer zuverlässigen und dauerhaften Schutzwirkung rechnen kann.

Darüber hinaus gibt es Impfungen, die lediglich besonders schwere Er­kran­kungs­ver­läufe verhindern. Dies ist bei der sogenannten BCG-Impfung gegen Tuber­ku­lose der Fall, die man hierzulande bis Ende der neunziger Jahre standardmäßig bei Säuglingen durchführte, inzwischen aber vor allem wegen der vergleichsweise geringen Erkrankungswahrscheinlichkeit als Regelimpfung aufgegeben hat. Die Impfung schützte die Kinder zwar nicht vor einer Tuberkuloseinfektion an sich – aber vor ihren schlimmsten Komplikationen mit Befall des ganzen Körpers und Gehirns.

 

Quelle: Robert Koch-Institut

Impfungen sind überflüssig, es gibt ja Antibiotika

Die heutigen Behandlungsmöglichkeiten sind fraglos besser als früher. Jedoch gibt es bis heute keine Arzneimittel, die gegen Viren so wirksam wären wie Antibiotika gegen Bakterien. Gegenüber Viren sind Antibiotika unwirksam.

Antibiotikaresistenzen gefährden jedoch die Behandlungsmöglichkeiten von bakteriellen Erkrankungen immer mehr. Zudem kamen in den letzten Jahrzehnten kaum neue Antibiotika auf den Markt. Die Weltgesundheitsorganisation hat daher 2014 gewarnt, dass ohne dringende, koordinierte Aktivitäten vieler Beteiligter die Welt vor einer post-antibiotischen Ära steht. Dazu gehört, dass Antibiotika weniger zum Einsatz kommen müssen, wenn bakterielle Infektionen durch Impfungen und verbesserte Hygiene verhindert werden.

Einige bakterielle Erkrankungen sind auch äußerst schwer zu behandeln. So können unter anderem Tetanusinfektionen, bakterielle Hirnhautentzündungen und Keuchhusten selbst unter modernen Behandlungsbedingungen tödlich verlaufen.

Impfung und Therapie sind zudem keine gegensätzlichen Optionen, sondern Teil derselben Schutzkette. Mitunter verhindert die Impfung zwar nicht die Infektion, aber ihre schwersten Verläufe.

 

Quelle: Robert Koch-Institut

Impfungen fördern Allergien

Sicher ist: Es gibt heutzutage mehr Impfungen – und mehr Allergien. Ob das eine jedoch mit dem anderen zusammenhängt, ist nicht belegt. Zwar hatten schwe­di­sche Mediziner vor einigen Jahren gezeigt, dass Kinder aus anthroposophisch orientierten Familien seltener zu Ekzemen neigen. Tatsächlich wurden diese Kinder nicht so häufig geimpft. Doch bekamen sie auch seltener Antibiotika, ernährten sich anders, und ihre Eltern rauchten weniger. In einer anderen Studie stellten amerikanische Allergologen fest, dass Eltern, die Impfungen ablehnen, bei ihren Kindern weniger häufig Asthma oder Heuschnupfen beobachten. Doch auch in dieser Untersuchung blieb ungeklärt, ob wirklich ein ursächlicher Zus­am­men­hang zwischen „Nicht-Impfen und dem Auftreten Asthma oder Heuschnupfen“ bestand.

Gegen eine solche Verbindung sprechen viele andere Studien. So ergab eine Analyse Rotterdamer Ärzte, die alle zwischen 1966 und 2003 zu dem Thema veröffentlichten Fachartikel auswerteten, dass sich insbesondere in den methodisch zuverlässigeren Untersuchungen kein erhöhtes Allergierisiko finden ließ. Es zeigte sich vielmehr, dass Impfungen das Risiko für die Allergie-Entwicklung verringern können.

Auch eine Erfahrung hierzulande weist in diese Richtung: In der DDR, wo eine gesetzliche Impfpflicht bestand und fast alle Kinder geimpft wurden, gab es kaum Allergien. Diese nahmen in Ostdeutschland erst nach der Wende zu, während gleichzeitig die Impfquoten sanken.

 

Quelle: Robert Koch-Institut

Darum brauchst Du Impfungen nicht nur als Kind

Einige Impfkritiker glauben, dass die Pharmaindustrie bloß Geschäfte mit der Angst der Menschen machen will. Dabei ist die komplexe Erforschung von Impfstoffen in Wahrheit nur wenig lukrativ.

Lediglich 0,64 Prozent der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkasse fielen 2017 für Schutzimpfungen an. Fakt ist, dass aktive Immunisierungen auch mit zunehmendem Alter nicht an Relevanz verlieren. Während der Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln ein Leben lang hält, müssen andere Impfungen regelmäßig erneuert werden. Die kombinierte Auffrischung zum Schutz vor Diphtherie und Tetanus wird beispielsweise alle zehn Jahre empfohlen.

Alles zu seiner Zeit

Auch saisonale Impfungen sind nicht zu vernachlässigen. So schützt die sogenannte „Zeckenimpfung“ u. a. gegen das gefährliche FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis), das zu einer schweren Entzündung des Gehirns und zu Atemlähmungen führen kann. Aber auch die Grippeimpfung wird jährlich empfohlen, um einen schweren Verlauf der Influenza zu verhindern – das gilt besonders für Risikogruppen wie Senioren und Schwangere.

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Wann solltest du zur Impfung gehen!

Bei der Vielzahl empfohlener Impfungen kann man schon mal den Überblick verlieren. Bereits im Säuglingsalter fängt es mit Immunisierungen gegen unterschiedliche Kinderkrankheiten an. Später folgen Impfungen für einen Basisschutz gegen virale und bakterielle Infektionskrankheiten sowie Auffrischungsimpfungen, saisonale Impfungen und Reiseimpfungen.

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Impfen schützt nicht nur das eigene Kind – sondern auch alle anderen!

Die starke Eindämmung von Infektionskrankheiten in den vergangenen Jahrzehnten ist nachweislich den Impfungen zu verdanken, da sie das Risiko ausbrechender Epidemien auf ein Minimum reduzieren.

Father with his little son and baby daughter working from home

Kinderkrankheiten sind weit gefährlicher als ihr Name vermuten lässt..

Fakt ist jedoch, dass in Deutschland noch vor siebzig Jahren mehrere Tausend Menschen jährlich an Kinderkrankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung gestorben sind – auch Erwachsene. Denn Kinderkrankheiten sind weit gefährlicher als ihr Name vermuten lässt. So bringt eine Maserninfektion nicht nur eine starke Schwächung des Immunsystems mit sich. Auch eine Entzündung des Gehirns samt irreparabler Nervenschäden kann die Folge sein. In seltenen Fällen sogar der Tod.


Father with his little son and baby daughter working from home

Kinder-Schutzimpfungen gegen Masern retten Leben!

Schul- und Kindergartenkinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden, so sieht es das Masernschutzgesetz vor. Die Debatte um Kinderschutzimpfungen ist aber nach wie vor akut. Während ein Großteil der Eltern die Impfpflicht befürwortet, stellen Kritiker die Notwendigkeit von aktiven Immunisierungen in Frage. „Meine Oma hat die Masern auch überlebt und die meisten Krankheiten gibt es hierzulande sowieso nicht mehr“, argumentieren die Impfgegner.


Gefährliche Urlaubssouvenirs - das empfiehlt der Experte

Welche Krankheiten werden am häufigsten aus dem Urlaub mitgebracht?

Die Nummer eins unter den Urlaubsmitbringseln ist das Dengue-Fieber, das meist aus Asien und Lateinamerika importiert wird. Malaria hingegen wird hauptsächlich aus Westafrika mitgebracht. Allerdings kann man sich weder gegen das eine noch gegen das andere impfen lassen. Unter den impfpräventablen Infektionen gehört die Influenza zu den häufigsten Reiseerkrankungen. Wir behandeln aber auch jede Woche Menschen, die unterwegs Kontakt zu tollwutgefährdeten Tieren wie Hunden, Affen oder Katzen hatten und postexpositionell geimpft werden müssen. Zudem kommt es besonders auf dem indischen Subkontinent immer wieder zu Typhus-Infektionen.

Andere Länder, andere Infektionsrisiken. Wo informieren sich Reisende am besten, welche Schutzimpfungen nötig sind?

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich online zu informieren. Doch es ist wichtig, dabei auf seriöse Quellen zurückzugreifen. Dazu zählen zum Beispiel die Seiten des Auswärtigen Amtes oder der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG). Auch die App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amtes ist empfehlenswert. Im Optimalfall sollte man jedoch vier Wochen vor Abreise bei einem qualifizierten Reisemediziner vorstellig werden. Viele Impfungen können auch noch kurzfristig erfolgen. Im Zweifel ist es immer besser, sich Last-Minute impfen zu lassen, als komplett auf den Schutz zu verzichten.

Die wohl bekannteste Tropenerkrankung ist Malaria. Wie können sich Reisende vor der Infektionskrankheit schützen, gegen die es keine Impfung gibt?

Ich rate zu einer mehrschichtigen Strategie. Malaria wird durch nachtaktive Mücken übertragen, weshalb man sich besonders von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang vor Stichen schützen sollte. Das fängt bei einem physikalischen Schutz durch lange Kleidung an, die zusätzlich imprägniert werden kann. Zudem empfiehlt es sich, die Haut mit einem Spray zu schützen, das den Wirkstoff DEET in einer Konzentration von 30 bis 50 Prozent enthält. Nachts sollte man unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen oder eine Klimaanlage verwenden. In Hochrisikogebieten sollte zudem eine Chemoprophylaxe eingenommen werden. Bei richtiger Einnahme kommt man damit an einen nahezu hundertprozentigen Schutz heran.

Sind tropische Fieberkrankheiten anhand ihrer Symptome von einer normalen Influenza zu unterscheiden?

Die meisten dieser Erkrankungen sind sehr unspezifisch und somit nur sehr schwer voneinander zu unterscheiden. Der Arzt schließt bei einer sogenannten Differenzialdiagnose zunächst die Erkrankungen aus, die für den Patienten und die öffentliche Gesundheit am gefährlichsten sind. Eine Malaria ist von einer schweren Influenza erst einmal nicht zu unterscheiden. Grundsätzlich sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, wenn das Fieber länger als 24 Stunden anhält. Zurück in Deutschland ist es wichtig, den behandelnden Arzt darauf hinzuweisen, dass man in den Tropen war. Andernfalls werden einige Krankheiten womöglich gar nicht erst in Betracht gezogen.

Welche Nebenwirkungen können Reiseimpfungen verursachen?

Die modernen Impfstoffe werden für gewöhnlich sehr gut vertragen. Lediglich der muskelkaterartige Schmerz an der Impfstelle bleibt niemandem erspart. In seltenen Fällen kann es auch für einen Tag zu grippeähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Temperaturerhöhungen kommen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten.

Was raten Sie Familien, die eine Fernreise mit Kindern planen?

Das hängt davon ab, wo die Reise hingehen soll und wie alt die Kinder sind. Bedenklich finde ich den aktuellen Trend, die Elternzeit für längere Tropenreisen zu nutzen. Denn in der Regel ist es eine ungünstige Konstellation, wenn unerfahrene Eltern mit Kindern in die Tropen reisen, die noch zu klein für Standardimmunisierungen (wie z. B. die Masernimpfung) sind. Das sollte keinesfalls ohne eine eingehende Beratung passieren. Natürlich kann man auch hier keine Pauschalaussagen treffen. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig einem Experten im Tropeninstitut vorzustellen und sich gegebenenfalls mit einem alternativen Reiseziel anzufreunden.

Doch Krankheiten werden ja nicht bloß aus den Tropen importiert. Welche Infektionen werden innerhalb Europas unterschätzt?

Die Masern bleiben ungeschlagen auf Platz eins. Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, dem Hausarzt regelmäßig den Impfausweis vorzulegen. In der Tropen- und Reiseambulanz habe ich es ausschließlich mit Menschen zu tun, die Impfungen gegenüber aufgeschlossen sind. Und trotzdem ist schätzungsweise jeder dritte Erwachsene inkomplett geimpft und muss nachgeimpft werden. Die Masern sind eine hochinfektiöse Erkrankung, die sich vor unserer Haustür befindet. Das wird leider unterschätzt.

Und zum Schluss: Wohin geht Ihre nächste Reise und was darf in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen?

Für mich geht es demnächst berufsbedingt nach Kamerun. Daher werde ich definitiv eine Malariaprophylaxe sowie einen Mücken- und Sonnenschutz einpacken. Außerdem nehme ich immer Pflaster und ein Wundspray mit, um im Notfall eine Verletzung versorgen zu können.