Vorsorge & Wissen

Vorbeugung und Wissen über Haut

Wie kann man sich schützen?

Hautkrebs ist der Oberbegriff für verschiedene bösartige Hauterkrankungen. Die gefährlichste Art des Hautkrebses – das maligne Melanom – fordert in Deutschland jährlich tausende Opfer. Häufiger sind jedoch weiße Formen des Krebses.

Hier erfährst du wie Hautkrebs aussehen kann, wie man ihn von seinen Arten unterscheidet und wie du dich schützen kannst.

Je früher erkannt, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Vorsorge

 Schütze dich vor Hautkrebs

So erkennst malignes Melanom und Co.

Wie erkenne ich schwarzen oder hellen Hautkrebs? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für den Hautkrebs? Wie gefährlich sind meine Leberflecken. Antworten auf diese Fragen haben wir dir hier zusammengefasst.

Welcher Typ Ausrede bist du?
Basaliom
Aktinische Keratose
Spinaliom
Malignes Melanom
U
Die Unterschiedlichen Hautkrebstypen unter der Lupe
Das Basaliom

Wie sieht er aus?

Bei Neubildung: Krustig oder knotig oder warzenartige Wucherungen oder flächig, mit verdicktem Randsaum, oft wiederholt blutend

An welchen Stellen tritt er auf?

Vorwiegend an allen der Sonne ausgesetzten Hautstellen

Wer ist besonders häufig betroffen?

  • Altersdurchschnitt: 60 Jahre
  • Frauen und Männer gleich häufig betroffen
  • häufigste Hautkrebsart (ca. 117.000 Menschen jährlich)

Wie gefährlich ist der Krebs?

Selten Metastasenbildung

Wie wird er behandelt?

  • Entfernen mit kleiner OP in örtlicher Betäubung,
  • eventuell Bestrahlung oder Kältetherapie
Die aktinitische Keratose

Wie sieht er aus?

Meist scharf begrenzte gerötete, oft warzenartige Knoten

An welchen Stellen tritt er auf?

Bevorzugt an Gesicht, Hals, Nacken, die oft der Sonne ausgesetzt sind

Wer ist besonders häufig betroffen?

häufiger bei Männern ab 50 Jahre die sich oft im Freien aufhalten

Wie gefährlich ist der Krebs?

  • kann sich zu Spinaliom entwickeln
  • Entartungsgefahr nach jahrelangem Verlauf

Wie wird er behandelt?

  • Lokale Behandlung mit Gel/Salbe
  • operative Entfernung,
  • spezielle Lichttherapie
  • Vereisen
Das Spinaliom

Wie sieht er aus?

Oft schmerzloser, auch krustig belegter Knoten, der auch blutet, Geschwürsbildung möglich

An welchen Stellen tritt er auf?

Besonders häufig an Gesicht, Nacken, auf (unbehaarter) Kopfhaut, an allen der Sonne ausgesetzten Hautstellen

Wer ist besonders häufig betroffen?

  • Altersdurchschnitt 70 Jahre,
  • Männer häufiger als Frauen (ca. 54.000 Fälle pro Jahr)

Wie gefährlich ist der Krebs?

Kann metastasieren, deshalb: frühzeitige Behandlung

Wie wird er behandelt?

  • Entfernen mit kleiner OP in örtlicher Betäubung,
  • eventuell Bestrahlung oder Kältetherapie
Das maligne Melanom

Wie sieht er aus?

Oft unregelmäßig pigmentiert, oft sehr dunkel mit einer oft unregelmäßigen Begrenzung

An welchen Stellen tritt er auf?

Kann an jeder (Schleim-) Hautstelle entstehen, begünstigt durch UV Strahlung

Wer ist besonders häufig betroffen?

  • in allen Lebensaltern,
  • vermehrt ab 60 Jahre,
  • Frauen etwas häufiger als Männer

Wie gefährlich ist der Krebs?

  • sehr gefährlich,
  • wächst schnell tief in die Haut,
  • bildet früh gefährliche Metastasen
  • nicht rechtzeitig entdeckt:
    • schwer behandelbar,
    • nicht mehr heilbar

Wie wird er behandelt?

  • Operative Entfernung von Tumor und umliegendem gesunden Gewebe,
  • je nach Ausdehnung und Tiefe Entfernen von Lymphknoten und Metastasen.
  • Eventuell Strahlen-, Immun-, oder Chemotherapie

Unsere Vorsorge für dich

Hautuntersuchung

Die Untersuchung beinhaltet

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Ausführliche Anamnese

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Untersuchung der gesamten Haut

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Beratung zum Untersuchungsergebnis

kostenloses HAUTKREBSSCREENING

Die wichtigste Maßnahme zur Vorsorge und Früherkennung von Hautkrebs ist der Arztbesuch. Kunden der Novitas BKK können einmal jährlich zur Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung bei einem teilnehmenden Dermatologen gehen.  Mit dieser verlässlichen Vorsorge erkennst du mögliche Risiken frühzeitig und schützt dich vor den Gefahren von schwarzen Melanom und Co..

Habe ich Hautkrebs?

ABCD Test

Der ABCDE-Test hilft dir weiter

Natürlich ist ein Hautkrebsscreening beim Arzt unerlässlich.

Wichtig sind aber auch deine eigenen Beobachtungen. Die ABCDE-Regeln können dir helfen zu entscheiden, ob ein Muttermal auffällig ist. Es gibt viele Auslöser, die deinem Körper schaden. Dazu gehört z.B. eine juckende Haut, Flecken, neu entstandene Stellen und Hautkratzer.

Generell gilt: Bitte zeige deine Hautveränderungen rechtzeitig dem Arzt.

ABCDE-Test

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A wie Asymetrie

Ist das Muttermal ungleichmäßig geformt?

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B wie Begrenzung

Ist die Begrenzung des Muttermals unscharf oder wirkt es ausgefranst?

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C wie Colour

Hat das Muttermal mehrere Farbtöne und vermischt sich mit rosafarbenen, grauen oder schwarzen Punkten?

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D wie Durchmesser

Ist das Muttermal an der breitesten Stelle größer als fünf Millimeter oder ist es erhaben?

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E wie Evolution

Gab es in den letzten drei Monaten eine Veränderung des Muttermals?

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Wenn Du mindestens einmal mit „Ja“ geantwortet hast, ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen. Das Gleiche gilt bei dunklen Flecken auf der Haut. Achte auch auf schuppige oder juckende Hautstellen und Muttermale mit Krustenbildung.

Hier entsteht Hautkrebs

Von Kopf bis Fuß auf der sicheren Seite

Wo bist du besonders gefährdet

Hautkrebs entwickelt sich über viele Jahre und anfangs verändert sich nur eine kleine Hautpartie. Hautkrebs kann sich an schlecht einsehbaren oder ungewöhnlichen Körperstellen befinden, wie zum Beispiel im Mund, unter den Fußsohlen oder auch an den äußeren Geschlechtsorganen. Deshalb sollte der Arzt den ganzen Körper untersuchen und dabei die komplette Hautoberfläche unter die Lupe nehmen.

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Kopfhaut

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 Mundschleimhäute, Lippen und Zahnfleisch

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After- und Dammregion

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 Augen und Lider

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 Achseln

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Äußere Geschlechtsteile

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Hände

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Füße, Zehen-zwischenräume und Fußsohlen

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Ohren

Wir testen die Hautmythen für dich

Hier bekommst du einen kurzen Überblick

Rund um das Thema Haut gibt es zahlreiche Mythen. Mit dem Experten Dr. Dirk Meyer-Rogge machen wir den Wahrheitscheck.

Darf man Pickel ausdrücken?

Kleine gelbe Eiterpickel darf man ausdrücken. Besser ist es aber, sie vorher mit einer sterilen oder desinfizierten Nadel anzustechen, damit sich keine Narben bilden. Wenn es viele Pickel sind, sollte man besser eine Kosmetikerin aufsuchen. Denn dort wird die Haut vorher aufgeweicht.

Pflaster bei Schürfwunden?

Wenn Schürfwunden an Körperstellen sind, die belastet werden oder dort, wo Kleidung scheuert, ist es besser, sie mit einem Pflaster abzudecken. Ausnahme: Wenn die Wunde nässt, sollte sie nicht mit einem Pflaster abgedeckt werden. An anderen Stellen kann die Schürfwunde gut offen gelassen werden.

Hilft Joghurt bei Sonnenbrand?

Joghurt hilft bei Sonnenbrand, weil er einerseits kühlt und Eiweißstoffe enthält, die positiv auf die Wundheilung wirken. Besser ist es aber in jedem Fall, erst gar keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Werden Haare nach dem Rasieren dicker?

 

 Nein. Aber in den ersten Tagen nach dem Rasieren fühlen sich die Stoppeln dicker an, weil sie gerade aus der Haut herauswachsen. An sich wachsen die Haare aber ganz normal weiter, ohne dicker zu werden.

Muss man fettige Haut häufiger waschen?

Muss man nicht. Die Haut hat einen Fettschutzmantel, den wir ja erhalten möchten. Wenn man aber eine Akne hat, entfettet man die Haut, um den Hautzustand zu verbessern.

Verursacht ungesundes Essen Pickel?

Zu fettes, zu süßes oder zu scharfes Essen fördert unreine Haut. Das gilt auch, wenn Milch und Milchprodukte in größeren Mengen verzehrt werden.

Machen viele Peelings die Haut geschmeidig?

 

Peelings sind gut für die Haut, weil sie die Hauterneuerung anregen. Wichtig ist, dass man durch das Peeling die Haut fordert, aber nicht überfordert. Zweimal in der Woche ist in der Regel unproblematisch.

Schützt Vorbräunen vor Hautkrebs?

Das Vorbräunen schützt vor dem UVB-Licht. Man bekommt also durch Vorbräunen seltener einen Sonnenbrand. Das UVA-Licht aber ist langwelliger und dringt bis zu 40fach tiefer in die Haut ein. Und das ist verantwortlich für die Alterung der Haut und Alterskrebs (weißer Hautkrebs). Dem UVA-Licht ist es egal, ob die Haut vorgebräunt ist oder nicht.

Häufig erzählen Patienten, dass sie in der ersten Urlaubswoche ein Sonnenschutzmittel mit LSF 50 verwenden, in der zweiten Woche aber nur noch eines mit LSF 30. Das bringt aber gar nichts, weil das UVA-Licht auch die gebräunte Haut durchdringt. Besser ist es, durchgängig den hohen LSF zu verwenden.