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Impfungen für Kinder

geschützt von klein auf an!

Eltern müssen früh entscheiden, ob ihre Kinder geimpft werden oder nicht. Damit euch die Entscheidung leichter fällt, haben wir hier eine Zusammenfassung aller Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und unsere Extras für deine Kinder:

 

  • Meningokokken B
  • FSME
  • Grippeschutz


Allgemeine Impfungen für Kinder

Windpocken (Varizellen)

Windpocken-Viren werden extrem leicht übertragen – fast jeder Kontakt mit Erkrankten führt zur Ansteckung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die zweimalige Impfung:

Im Alter von 11 bis 14 Monaten. Zeitgleich mit der ersten Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder frühestens vier Wochen danach.

  • Vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung
  • – im Alter von 15 bis 23 Monaten – erfolgt eine zweite Teilimpfung.
  • Es kann auch ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV-Kombinationsimpfstoff) angewendet werden.

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Kinder sollten möglichst früh gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geschützt sein. Auch kleine und kaum sichtbare Verletzungen sind gefährlich.

Die STIKO empfiehlt im Säuglingsalter eine Grundimmunisierung gegen Tetanus mit einem 6-fach-Impfstoff, bei dem auch gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung), Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Hepatitis B geimpft wird.

  • Die erste Impfung sollte im Alter von 2 Monaten gegeben werden (ab 8 Wochen).
  • Die zweite Impfung erfolgt mindestens 8 Wochen später im Alter von 4 Monaten.
  • Die dritte Impfdosis wird im Alter von 11 Monaten gegeben. Der Abstand zur zweiten Impfdosis sollte mindestens 6 Monate betragen.

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Polio (Kinderlähmung)

Im Jahr 2002 hat die WHO ganz Europa für poliofrei erklärt. Noch tritt Polio (Kinderlähmung) jedoch in einigen Ländern und Regionen auf (beispielsweise in Afghanistan und Pakistan) und kann auch nach Deutschland wieder eingeschleppt werden. Daher bleibt es sinnvoll, geimpft zu sein.

Die STIKO empfiehlt für alle Säuglinge und Kleinkinder eine Grundimmunisierung gegen Polio mit einem 6-fach-Impfstoff, bei dem auch gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Hepatitis B geimpft wird. Der Sechsfachimpfstoff soll laut Empfehlung seit Juni 2020 nach folgendem 2+1-Impfschema (3 Teilimpfungen) erfolgen:

  • Die erste Impfung sollte im Alter von 2 Monaten gegeben werden (ab 8 Wochen).
  • Die zweite Impfung erfolgt im Alter von 4 Monaten. Zwischen den beiden ersten Impfdosen muss ein Abstand von 8 Wochen eingehalten werden.
  • Die dritte Impfdosis wird im Alter von 11 Monaten gegeben. Der Abstand zur zweiten Impfdosis sollte mindestens 6 Monate betragen.
  • Im Alter von 5 bis 6 Jahren sollte die erste Auffrischimpfung erfolgen, die zweite Auffrischimpfung im Alter von 9 bis 17 Jahren, weitere Auffrischungen alle 10 Jahre.

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Pneumokokken

Pneumokokken sind die häufigsten Erreger schwer verlaufender Infektionen durch Bakterien. Sie verursachen schwere Erkrankungen, wie Hirnhaut-, Lungen- oder Mittelohrentzündungen. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind durch eine Infektion mit Pneumokokken gefährdet.

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Pneumokokken für alle Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten. Die drei Impfungen sollen möglichst zu folgenden Zeiten erfolgen:

  • Erste Impfung im Alter von zwei Monaten.
  • Zweite Impfung im Alter von vier Monaten.
  • Letzte Impfung 6 Monate später im Alter von 11 bis 14 Monaten. 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Masern - Mumps - Röteln

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten beim Menschen: Fast alle Menschen ohne entsprechenden Immunschutz erkranken nach einem Kontakt mit dem Virus. Insbesondere bei Kindern unter 5 Jahren (und Erwachsenen über 20 Jahren) können Masern zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und Durchfälle, seltener auch eine Gehirnentzündung und es kann zu Spätfolgen kommen.

Die STIKO empfiehlt für alle Kinder als bestmögliche Impfzeitpunkte zwei Impfungen gegen Masern ab einem Alter von 11 Monaten:

  • Die erste Impfung sollte zwischen vollendetem 11. und 14. Lebensmonat gegeben werden (frühestens mit 9 Monaten, wenn z. B. Ansteckungsgefahr herrscht oder das Kind in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut wird).
  • Die zweite Impfung erfolgt spätestens vor dem zweiten Geburtstag.
    Zwischen beiden Impfungen müssen mindestens vier Wochen Abstand liegen.
  • Die Impfung erfolgt in Kombination mit der Impfung gegen Mumps, Röteln (MMR) und ggf. Windpocken (MMRV).

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Mumps

Mumps, manchmal auch Ziegenpeter genannt, ist vor allem durch eine Entzündung und Schwellung der Ohrspeicheldrüsen gekennzeichnet. Etwa ein Drittel der Kleinkinder, die sich mit Mumps anstecken, entwickelt selbst jedoch keine Krankheitsanzeichen. Trotzdem können sie andere anstecken.

Die STIKO empfiehlt für alle Kinder ab einem Alter von 11 Monaten zwei Impfungen gegen Mumps. Die Impfung erfolgt als Kombinationsimpfung gemeinsam mit der Impfung gegen Masern und Röteln (und eventuell Windpocken):

  • Die erste Impfung erfolgt im Alter von 11 bis 14 Monaten.
  • Die zweite Impfung sollte zwischen dem vollendetem 15. Lebensmonat und dem 23. Lebensmonat gegeben werden.
  • Zwischen beiden Impfungen müssen mindestens vier Wochen Abstand liegen.

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Röteln

Röteln sind eine Virusinfektion. Röteln können besonders schwerwiegende Folgen haben, wenn sich eine schwangere Frau ansteckt. Dann kann das ungeborene Kind eine sogenannte Rötelnembryopathie bekommen – eine schwerwiegende Schädigung des Ungeborenen während der ersten vier Schwangerschaftsmonate.

Durch eine zweimalige Impfung können Sie Ihr Kind wirksam vor Röteln schützen. Die Impfung wird gemeinsam mit der Impfung gegen Masern und Mumps als Kombinationsimpfung gegeben:

  • Die erste Teilimpfung sollte im Alter von 11. bis 14. Monat gegeben werden.
  • Die zweite Impfung soll frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres, mit 23 Monaten, gegeben werden. 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Keuchhusten (Pertussis)

Für Säuglinge kann Keuchhusten eine echte Bedrohung darstellen. Die Ansteckung erfolgt dabei vor allem über enge Kontaktpersonen (rund 80 %), ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Daher ist es sinnvoll, nicht nur Säuglinge möglichst früh gegen Keuchhusten zu impfen. Auch Eltern und sonstige Betreuungspersonen sollten sich bereits vor der Geburt des Kindes impfen lassen.

Die STIKO empfiehlt eine Grundimmunisierung von Säuglingen bei Verwendung des 6-fach Impfstoffes nach dem neuen reduzierten 2+1-Impfschema:

  • Die erste Impfung erfolgt möglichst im Alter von 2 Monaten (ab 8 Wochen)
  • Die zweite Impfdosis bekommt das Kind 8 Wochen später im Alter von 4 Monaten.
  • Die letzte Teilimpfung wird noch vor dem Ende des ersten Lebensjahres gegeben (im Alter von 11 Monaten) im Abstand von 6 Monaten zur zweiten Impfung. 

 Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Hib (Haemophilus influenza B)

„Hib“ (Haemophilus influenzae Typ b) ist eine eher unbekannte Krankheit. Sie kann aber besonders bei Säuglingen und Kleinkindern schwer verlaufen und Hirnhaut- und Kehldeckelentzündungen verursachen.

Die STIKO empfiehlt für alle Säuglinge und Kleinkinder eine Grundimmunisierung gegen Hib mit einem 6-fach-Impfstoff, bei dem auch gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis B geimpft wird.

  • Die erste Impfung sollte möglichst früh im Alter von 2 Monaten gegeben werden (ab 8 Wochen).
  • Die zweite Impfung erfolgt, 8 Wochen später, im Alter von 4 Monaten.
  • Die dritte Impfdosis wird im Alter von 11 Monaten gegeben. Der Abstand zur zweiten Impfdosis sollte mindestens 6 Monate betragen. 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

HPV

Eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) kann langfristig Krebs verursachen. Die Impfung schützt wirksam vor den gefährlichsten HPV-Typen und kann damit das Risiko für Krebserkrankungen am Gebärmutterhals, aber auch an After, Penis oder in Mund und Rachen senken.

Den besten Schutz bietet die Impfung, wenn der Impfschutz vor dem ersten sexuellen Kontakt aufgebaut ist.

  • Deshalb sollen Kinder (Mädchen und Jungen) im Alter zwischen neun und 14 Jahren gegen HPV geimpft werden.
  • Der Aufbau des Impfschutzes erfolgt mit zwei Impfungen, in einem Abstand von mindestens fünf Monaten.

 

 Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Hepatitis B

Obwohl das Erkrankungsrisiko für Säuglinge ohne familiäre Risiken relativ niedrig ist, empfiehlt die STIKO allen Säuglingen und Kleinkindern eine Grundimmunisierung gegen Diphtherie mit einem 6-fach-Impfstoff, bei dem auch gegen Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung), Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Hepatitis B geimpft wird.

  • Die erste Impfung sollte im Alter von 2 Monaten (ab 8 Wochen) gegeben werden.
  • Die zweite Impfung erfolgt 8 Wochen später im Alter von 4 Monaten. Zwischen den beiden ersten Impfdosen muss ein Abstand von 8 Wochen eingehalten werden.
  • Die dritte Impfdosis wird im Alter von 11 Monaten gegeben. Der Abstand zur zweiten Impfdosis sollte mindestens 6 Monate betragen. 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

FSME

FSME-Viren werden in der Regel durch Zeckenstiche übertragen. Sie können Entzündungen des Gehirns, der Gehirnhaut oder des Rückenmarks verursachen. FSME steht für „Frühsommer-Meningoenzephalitis“.

Die STIKO empfiehlt allen Menschen, die in FSME-Risikogebieten durch Aufenthalt im Freien mit Zecken in Kontakt kommen können, einen FSME-Impfschutz. Dies gilt für alle, die sich häufig in der Natur aufhalten wie Spaziergänger, Camper, Jogger, aber auch Forstarbeiter und Beschäftigte in der Landwirtschaft. Auch Stadtparks und Gärten sind Lebensräume für Zecken.

Kinder können ab dem ersten Geburtstag gegen FSME geimpft werden.

 Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Rotaviren

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen bei Kleinkindern. Sie sind hoch ansteckend, deshalb haben fast alle Kinder bis zum Alter von 5 Jahren bereits eine Infektion durchgemacht. Erst im Laufe der ersten Lebensjahre entwickelt sich ein Schutz gegen die Erreger, der aber nicht lebenslang anhält. Deswegen kann man sich mehrfach anstecken. Besonders zwischen Februar und April häufen sich die Krankheitsfälle.


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