Bluthochdruck – so gehst Du fürsorglich damit um

zu hoher Blutdruck – die versteckte Gefahr?


Bluthochdruck kann tödlich sein, wenn man Nichts dagegen unternimmt. Selbst Medikamente reichen zur Behandung oftmals nicht aus, um Normalwerte zu erreichen. Aber mit einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen und Therapien kannst du deine Gesundheit vorausschauend wirkungsvoll beeinflussen. Wir zeigen Dir unkompliziert und schnell, wie `s geht und was Du sonst noch alles wissen musst.

Dann hast Du Bluthochdruck

Ein Bluthochdruck liegt vor, wenn der systolische Messwert (oberer Wert) über 140 mmhg und der diastolische Messwert (unterer Wert) über 90 mm Hg bei mehreren Messungen liegt, oder beide Werte erhöht sind. Oft spürst Du einen Bluthochdruck leider nicht. Er kann zu Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen führen. 

Das kannst Du tun

Gesund leben ist so etwas wie eine universelle Medizin. Dabei kommt es vor allen Dingen auf zwei Punkte an: ausgewogene, idealerweise salzarme Ernährung und regelmäßige Bewegung. Und weniger Stress und Alkohol, eine gute seelische Verfassung und Nichtrauchen tun ein Übriges. Außerdem sollte man bei Übergewicht abnehmen. All das hilft, den Blutdruck verlässlich im grünen Bereich zu halten.

Achtung

1. Regelmäßige Kontrolle

Erhöhter Blutdruck ruft häufig keine Symptome hervor. Bleibt er unbehandelt, besteht jedoch ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Hast Du den Verdacht, dass dein Blutdruck zu hoch ist, solltest du ihn regelmäßig kontrollieren und dich bei Bedarf ärztlich beraten lassen.

2. Arzt- Rückrufservice

Wenn du in Sorge bist, dass dein Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, dann nutze gerne unsere kostenlose medizinische Beratung. Diese bieten wir dir unter Rufnummer 0800 1237654 (gebührenfrei in ganz Deutschland)  an 365 Tagen rund um die Uhr an. Dort stehen dir Ärzte, Zahnärzte und medizinisches Fachpersonal mit gutem Rat zur Seite.

3. Arzt- Terminservice

Wir wissen, wie unangenehm lange Wartezeiten auf eine Untersuchung oder Behandlung sein können. Deshalb bieten wir dir einen besonderen Service, wenn die telefonische Beratung nicht ausreicht: ebenfalls unter der Nummer 0800 1237654 (gebührenfrei in ganz Deutschland) finden wir sicher einen schnelleren Termin für dich.

4. Kundenberater finden

Und wennn du an Bluthochdruck leidest und dir dein Arzt ein Blutdruckmessgerät mit einem Rezept verordnet, dann gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir bezuschussen dir die Anschaffung des Gerätes mit 35 Euro, abzüglich der gesetzlich vorgeschriebenen 5 Euro-Zuzahlung. Finde hier deinen passenden Ansprechpartner für deine finanzielle Unterstützung. 

 

Anleitung: So geht Blutdruck-Messen!

Auf den ersten Blick scheint es kinderleicht, doch dann passieren doch kleine Fehler. Darum: So klappt es mit dem messen des Blutdrucks fehlerlos:

Sprechblase Bluthochdruck idealen Zeitpunkt wählen

1.

Der ideale Zeitpunkt zum Blutdruck messen ist direkt morgens, noch vor dem Frühstück. Hoher Blutdruck am Morgen gilt als besonders gefährlich. Zuhause empfiehlt sich die Verwendung eines digitalen Blutdruckmessgeräts. Es gibt Geräte für das Handgelenk und für den Oberarm.

Bluthochdruck - Idealer Zeitpunkt zum Messen
Bluthochdruck - Ruhe bewahren
Sprechblase Bluthochdruck Ruhe bewahren

2.

Der Blutdruck sollte unbedingt in Ruhe gemessen werden. Vor der Messung setzt man sich etwa drei bis fünf Minuten entspannt auf einem Stuhl und atmen ruhig ein und aus. Die Arme werden freigemacht, die Manschette wird auf nackter Haut angelegt. Hat sich der Kreislauf beruhigt, legt man den Arm, an dem der Blutdruck gemessen wird, in Herzhöhe auf einen Tisch. Wird am Oberarm gemessen, sollte die Hand so auf dem Tisch liegen, dass die Handinnenfläche nach oben zeigt.

Sprechblase Bluthochdruck - Manschette richtig anlegen

3.

Für die Messung wird die Manschette um das Handgelenk oder den Oberarm gelegt. Sie befindet sich dabei auf Herzhöhe, am Oberarm etwa zwei Fingerbreit über der Ellenbeuge. Wer am Handgelenk misst, legt die Manschette genau über den Puls. Der aufblasbare Teil liegt innen. Anschließend schaltet man das Blutdruckmessgerät ein. Während der Messung sollte man sich nicht bewegen, nicht husten, nicht die Beine überschlagen und auch nicht reden. Das könnte die Werte verfälschen.

Bluthochdruck-Manschette richtig anlegen
Bluthochdruck - alle Werte auf einem Blick
Sprechblase Bluthochdruck Werte auf einen Blick

4.

Wer seinen Blutdruck selber messen möchte, kann sich an folgenden Werten orientieren:

  • Normaler Blutdruck bei Erwachsenen: systolisch unter 140 mmHg, diastolisch unter 90 mmHg
  • niedriger Blutdruck: systolisch unter 100 mmHg, diastolisch unter 60 mmHg
  • hoher Blutdruck: systolisch ab 140 mmHg, diastolisch ab 90 mmHg
Piktogramm
Und so ist im Notfall zu reagieren

Richtig und schnell handeln

Nutze den 5-Fragen-Check!

Lesezeit

Im Notfall kommt es auf jede Sekunde an. Wähle sofort die Notrufnummer und bereite dich auf folgende Fragen vor:

  • Wer ist betroffen?
  • Wo ist die erkrankte Person?
  • Wie ist das passiert?
  • Wann ist es passiert?
  • Was ist passiert?
Wichtiger Hinweis:

Die Informationen auf dieser Webseite enthalten allgemeine Hinweise. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Novitas BKK ist dabei verlässlich an deiner Seite.

Gefahren

und Vorsorge

Neue Gefahr für Hypertoniker

Plötzlich Corona-Risikogruppe

Woran liegt das?

Die meisten Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren, erkranken nicht schwer. Vorerkrankungen können jedoch Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Zu den durch Corona besonders gefährdeten  Risikogruppen gehören auch Bluthochdruck-Patienten. Aber warum? 

Hier die  Antwort:

Bluthochdruck ist grundsätzlich ein Risikofaktor für viele coronaren Erkrankungen, denn er schwächt das Herz. Dadurch kann die Abwehr einer Virusinfektion beeinträchtigt sein. Außerdem kommen zur Blutdrucksenkung oft ACE-Hemmer und Sartane zum Einsatz. Diese sind eigentlich eine gute Sache, doch leider nutzt das Virus SARS-CoV-2 denselben Rezeptor wie sie, um in Zellen zu gelangen.

Aber keine Panik!

Ob durch die Einnahme von ACE-Hemmern und Sartanen nun tatsächlich ein zusätzliches Risiko bei einer Covid-19-Infektion entsteht, ist allerdings noch unklar. Zurzeit gibt es zumindest noch keine eindeutigen Hinweise, dass die Einnahme der entsprechenden Medikamente mit einer erhöhten Sterblichkeit oder Anfälligkeit für Lungenkomplikationen bei einer Covid-19-Infektion einhergeht. Du solltest entsprechende Medikamente darum niemals selbstständig absetzen, sondern zuvor immer Rücksprache mit dem Hausarzt oder Kardiologen halten. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, deine Medikation umzustellen – aber unbedingt immer nur in Abstimmung mit deinem Arzt.

 

Vorsorge ist kinderleicht

Die 5 besten Tipps

So senkst du deinen Bluthochdruck!

Lesezeit

Auch ohne Kontaktverbot, Homeoffice, Quarantäne & Co waren Bewegungsmangel und Lagerkoller schon die Top-Gefahren für deine körperliche und geistige Gesundheit. Doch seit die Pandemie unsere ganze Welt auf den Kopf stellt gilt dies mehr den je. Gut, dass wir hier direkt für dich die besten Tipps haben, wie du deine Blutdruckwerte unkompliziert runterregeln kannst.

Die 5 besten Tipps bei Hypertonie sind:

1. Ausreichend bewegen

 

Körperliche Bewegung und Sport erhöhen den Blutdruck zwar kurzfristig, denn der Körper pumpt mehr Blut durch den Kreislauf. Doch auf die Dauer sorgt eine regelmäßige Bewegung für eine nachhaltige Blutdrucksenkung, denn Bewegung trainiert die Blutgefäße und macht sie – einfach ausgedrückt – elastischer.

Bewegen, bewegen, bewegen

Daher ist ausreichende Bewegung bei Bluthochdruck das Wichtigste. Faustregel: 8000 Schritte pro Tag sind gut für Körper und Kreislauf. Zum Beispiel im Arbeitsalltag. Wie du ausreichenden Bewegung sogar hier integrieren kannst, kannst du hier in einem Podcast hören:

 

Aber auch zuhause kannst du dir viel Bewegung verschaffen Wir unterstützen und begleiten dich sogar dabei: du kannst rund um die Uhr kostenlos an dem Beweg.dich@home– Programm der Novitas BKK teilnehmen. Diese Heimsport-Plattform verzichtet auf Lifestyle- und Beachbody-Attitüde, bietet dir eine ausreichende Bewegung und hat sogar einfache  Übungseinheiten für Kinder im Angebot.

2. Immer die Ruhe bewahren

 

Wie sagt man so schön: “In der Ruhe liegt die Kraft”. Das gilt insbesondere beim Blutdruck. Denn viele Reihenuntersuchungen haben gezeigt, dass psychische Belastungen  den Blutdruck nicht nur akut, sondern auch dauerhaft in die Höhe treiben. Besonders groß ist diese Gefahr offenbar bei Personen, denen Stress übermäßig unter die Haut geht. 

Stress lass` nach

Hierzu tragen sowohl direkte als auch indirekte Faktoren bei. Zum einen beschleunigt der in stressreichen Situationen auftretende, akute Blutdruckanstieg die Gefäßversteifung und führt damit zu anhaltend erhöhten Blutdruckwerten auf der Messskala. Und zum anderen tendieren Personen, die leicht aus der Ruhe geraten, häufig zu einem ungesunderen Lebensstil, der  zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Ausbildung einer Hypertonie und weiteren Gesundheitsstörungen zählt.

Lieber ruhig Blut

Maßnahmen zur Verringerung von Stressempfindlichkeit können somit gleich mehreren Krankheiten – insbesondere aber dem Bluthochdruck – entgegenzuwirken. Passend dazu kannst du direkt hier einen Podcast der Novitas BKK zum Thema “Umgang mit Stress hören”.

3. Richtig ernähren

 

Bei 90 Prozent der von Bluthochdruck Betroffenen gibt es KEINE organische Ursache für den hohen Blutdruck, man spricht in diesen Fällen von primärer Hypertonie. In diesen Fällen ist eine Änderung des persönlichen Lebensstils DIE wichtigste Maßnahmen zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks. Insbesondere ist es die Ernährung und damit auch die Vermeidung von Übergewicht, die helfen kann, den Blutdruck zu senken. 

Hier einige einfache goldene Regeln für Hypertoniker:
  • Salz nur in Maßen!
  • Genieße oft Fisch und Olivenöl!
  • Iss viel Obst und Gemüse!
  • Verzichte auf Alkohol!

Und wenn du von diesen guten Tipps nicht genug bekommen kannst – hier haben wir (fürsorglich, wie wir sind) einen Klasse-Podcast zum Thema “Gesunde Ernährung” für dich:

 

Und wenn du noch mehr Unterstützung beim Thema Ernährung brauchst, dann bieten wir Dir eine gute Online-Ernährungsberatung an. Hier kannst Du weitere Infos erhalten:

4. Nicht rauchen

 

Rauchen schädigt nicht nur die Innenhaut der Blutgefäße und fördert Verkalkungen, sondern es hat über das vegetative Nervensystem auch einen direkten gefäßverengenden Effekt. Daher lässt schon eine einzige Zigarette den Blutdruck für etwa 15 Minuten steigen.

Stop smoking, please!

Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich aber nicht nur wegen des Blutdrucks, sondern auch aus vielen anderen Gründen. Allerdings ist es nicht leicht aufzuhören und erfordert sehr oft professionelle Hilfe; zum Beispiel ein Raucherentwöhnungsprogramm – auch und gerade, wenn man schon mehrere erfolglose Abstinenzversuche hinter sich hat.

Schau mal hier:

Hier haben wir für dich alle notwendigen Informationen zum Thema Rauchentwöhnung zusammengetragen. Und das Beste daran: wir beteiligen uns auch noch ganz unkompliziert an den Kosten!

Mach mit beim Online-Nichtraucherprogramm
5. Genügend trinken

 

Genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist leichter gesagt, als getan. Das gilt auch und gerade bei Bluthochdruck. Denn oftmals bekommt man zur Behandlung von Hypertonie ein sogenanntes Kombipräparat mit einem Entwässerungsmittel verschrieben.

Gluck, gluck, gluck!

Daher ist es gerade bei Bluthochdruck besonders wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, da durch die entwässernde Wirkung der entsprechenden Tabletten der Körper u.U. schneller austrocknen kann.

Faustregel: Ein gesunder Mensch sollte mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken!

Zahlen & Fakten

wie verbreitet ist Bluthochdruck

Sprechblase die Fakten Bluthochdruck

Millionen Betroffene in Deutschland

So viele Leiden an Bluthochdruck!

Das heisst: Jeder dritte Bundesbürger!!!!

Deutschlandkarte Bluthochdruck

Die meisten Hypertoniker sind übergewichtig

Übergewicht ist einer DER wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schon eine Gewichtszunahme von 10 kg erhöht den Blutdruck um 3 MmHg systolisch und 2,3 Mm hg diastolisch.

Übergewicht ist weit verbreitet

  • Kinder 15% 15%
  • Frauen 50% 50%
  • Männer 75% 75%

Berechne hier Deinen Body-Mass-Index

Die hier genannten Zahen sind ein wenig erschrecken, oder? Mit unserem einfach zu bedienenden BMI-Rechner kannst Du deinen eigenen BMI-Wert (Body Mass Index) ermitteln und checken, ob du selber auch einen Tendenz zum Übergewicht hast.

Der BMI ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts (Untergewicht/Normalgewicht/Übergewicht). Er berechnet sich aus dem Körpergewicht (in kg) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in m). Und wenn dir dein BMI zu hoch erscheint, dann gibt etwas weiter unten – zumindest für den Anfang – 5  einfache Tipps für dich, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

FÜNF TIPPS FÜR MEHR BEWEGUNG IM ALLTAG

Dein BMI rät zu mehr Bewegung und du würdest ja eigentlich gerne mehr Sport machen, aber findest einfach nicht die Zeit dazu? Immer wieder kommt etwas dazwischen, wenn du deine guten Vorsätze in die Realität umsetzen willst? Dann werden dir die folgenden Tipps sicher weiterhelfen, denn sie verraten dir, wie du mehr Bewegung in deinen Alltag bringst – ohne zusätzlichen Zeitaufwand und ganz nebenbei.

Schattenkinder, die vergessenen Geschwister

1. Im Bett

Beginn schon morgens im Bett damit, dich und
deinen Körper wach zu machen: Recke und strecke dich erst einmal ausgiebig, wenn der Wecker geklingelt hat. Mache deine Arme und Beine richtig lang und bewege deine Hände und Finger. Spanne alle Muskeln in den Armen und Beinen an, halte die Spannung kurz und lasse sie dann wieder los. Wiederhole dies einige Male. Um deinen Kreislauf so richtig in Schwung zu bringen, kannst du auch in der Luft „Fahrrad fahren“.

Körperkunst oder Krebsgefahr

2. Beim Zähneputzen

Gestalte das Zähneputzen doch mal etwas interessanter und nutze die Zeit, um etwas
für deine Beinmuskulatur zu tun: Stelle dich zum Beispiel dabei auf nur ein Bein (suche
dir vorher einen Halt, falls du umkippst) – das trainiert die Tiefenmuskulatur. Oder
stelle dich mit gespreizten Beinen hin und verlagere das Gewicht von einem Bein auf das
andere. Rolle dabei die Füße abwechselnd von den Zehenspitzen über die Ferse ab und wieder
zurück. Diese Übungen sind auch ideal beim Telefonieren!

Eincremen schützt vor Hautkrebs

3. Auf dem Weg nach oben

Kaum eine andere Alltagstätigkeit bringt deinen Kreislauf so gut in Schwung wie das Treppensteigen. Lasse daher Rolltreppe oder Lift ruhig mal links liegen und gönne deinem Körper etwas Bewegung – das trainiert deinen gesamten Bewegungsapparat. Dein Büro liegt aber im achten Stock und du kannst unmöglich bis dahin laufen? Dann gehe doch einfach nur die ersten vier Etagen und nehme von dort den Lift. Und wer weiß, vielleicht schaffst du mit der Zeit auch mühelos noch die restlichen vier Etagen.

Typhus Erreger

4. Beim Fernsehen

Bei kaum einer anderen Tätigkeit bewegt man sich so wenig wie beim Fernsehen. Nutze daher doch einfach die langen Werbepausen, um aufzustehen und dich zu strecken, ein paar Sportübungen zu machen, oder gehe einfach mal auf Zehenspitzen zur Toilette. Alles, was deine Muskeln aktiviert und den Puls etwas schneller schlagen lässt, ist für deinen Körper eine willkommene Abwechslung vom langen Sitzen vor dem Fernseher.

Kinderseele

5. Mit Bus und Bahn

Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist: Steige doch einfach mal eine Station früher aus und genieße den kurzen Spaziergang an der frischer Luft. Das ist auf dem Weg zur Arbeit gut, um richtig wach zu werden, und hilft abends, vom Alltagsstress abzuschalten – so kommst du gleich viel entspannter zu Hause an.

Magazin Ausgabe 2/17 Ernährung - die richtige Ernährung ist wichtig bei Bluthochdruck

Bluthochdruck-Killer Nr. 2: Themenschwerpunkt Ernährung in unserer Mitgliederzeitung

ca. 30 min Lesezeit

Die richtige Ernährung ist der zweite große Baustein beim Kampf gegen Bluthochdruck. Lies hier mehr zum Thema gesunde Ernährung, damit Du spürbar besser informiert bist.

FAQ’s

bei Bluthochdruck

Rund um das Thema Bluthochdruck

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Das musst du als Hypertoniker wissen

Lesezeit

Wodurch entsteht Bluthochdruck?

 

Bluthochdruck kann durch organische Ursachen wie z.B.  Erkrankungen der Niere, Hormonstörungen oder Gefäßmissbildungen ausgelöst werden. Diese “sekundäre Hypertonie” liegt allerdings lediglich in selteneren Fällen vor. Meistens läßt sich jedoch keine organische Ursache des Hochdrucks feststellen. Man spricht dann von “essentieller Hypertonie”.  An ihrer Entstehung können neben erblichen auch und gerade diese äußerlichen und weiteren Risikofaktoren  beteiligt sein:

 

  • Übergewicht, BMI > 25
  • Erhöhter Alkoholkonsum
  • Erhöhte Kochsalzaufnahme
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Rauchen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Erhöhte Blutzuckerwerte (Diabetes)
  • Metabolisches oder Schlafapnoe-Syndrom.
Verkürzt Bluthochdruck das Leben?

Ein krank- und dauerhaft zu hoher Blutdruck kann das Leben verkürzen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du an dich selber denkst und so weit es geht folgende Regeln beachtest:

1. Richtige Ernährung.

2. Ausreichende Bewegung.

3. Stress meiden.

4. Alkohol meiden.

5. Nicht Rauchen!

6. Genügend Schlaf halten.

7. Kochsalz meiden.

8. Den Empfehlungen deines Arztes folgen.

Welcher Blutdruck ist normal?

Im Ruhe-Zustand deines Körpers sind folgende Blutdruckwerte als Richtwerte anzusehen:

Optimal: Blutdruckwerte unter 120/80 mm Hg.

Normal: Blutdruckwerte zwischen 120-129/80-84 mm Hg

Hoch-Normal: Blutdruckwerte zwischen 130 -139/ 85-89 mm Hg

Milde Hypertonie (Stufe 1): Blutdruckwerte zwischen 140-159 / 90-99 mm Hg

Mittlere Hypertonie – (Stufe 2): Blutdruckwerte zwischen 160-170/ 100-109 mm Hg

Schwere Hypertonie (Stufe 3): Blutdruckwerte über 180/110 mm Hg

Was tun bei Hypertonie?

 

Wenn du den Eindruck hast, dass dein Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, dann sprichst du bitte als allererstes und direkt deinem Arzt an. Denn ein zu hoher Blutdruck muss zwingend medizinisch abgeklärt werden.

Beim Arzttermin werdet ihr dann ggf. über weitere Maßnahmen sprechen. Dazu zählen z.B.:

1. Richtige Ernährung.

2. Ausreichende Bewegung.

3. Stress meiden.

4. Alkohol meiden.

5. Nicht Rauchen!

6. Ausreichend Schlaf halten.

7. Kochsalz meiden.

Ist Bluthochdruck eine tickende Zeitbombe?

 

Bluthochdruck wird gerne mal als “tickende Zeitbombe” bezeichnet. Denn ein zu hoher Blutdruck ist oft ein gefährlicher stiller Begleiter, den  viele Menschen im Alltag zunächst gar nicht wahrnehmen. Allerdings kann ein dauerhaft zu hoher Blutdruck ein erhebliches Gesundheitsrisiko, z.B. für einen Schlaganfall sein.

Darum unser Ratschlag: Es empfiehlt sich, beim Arzt, in der Apotheke oder selber zuhause den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen. Sicher ist sicher…

Bluthochdruck und Schwangerschaft?

 

Keine Sorge: während der Schwangerschaft misst der Frauenarzt regelmäßig deinen Blutdruck!

Dieser ist zu hoch, wenn der systolische Druck über 140 mm/Hg und der diastolische Druck über 90 mm/Hg liegt. Derartige Blutdruckwerte können gefährlich für Mutter und Kind sein.

Du solltest dich in diesem Fall auf jeden Fall vom Arzt beraten und ggf. behandeln lassen! Er weiss, welche spezielle Medikamente ggf. während der Schwangerschaft eingesetzt werden können.

Ein Leben

mit Bluthochdruck

Sprechblase_big
Eine Betroffene berichtet:

“Die Angst ist immer da”

So hat Claudia ihre Probleme in den Griff bekommen.

»

„Als Teenager bin ich viel Fahrrad gefahren. Danach war ich häufig komplett rot und fühlte mich auch richtig geschafft und kaputt.“

«

Claudia ist die Ruhe in Person! Erwartet man einen Choleriker?

Bei ihrer sanftmütigen Art und dem eher blassen Teint würde man gar nicht vermuten, dass bei Claudia die Diagnose Bluthochdruck vorliegt. Da denkt man eher an Choleriker mit dauerrotem Kopf. Aber so ist es eben: Bluthochdruck sieht man den Betroffenen häufig gar nicht an und auch sie selbst merken meistens zunächst nicht viel davon. Selbst dann nicht, wenn sie wie Claudia aufgrund ihrer Vorgeschichte dafür sensibilisiert sind.

Auch Claudia wusste nicht, dass sie betroffen war.

„Meine Eltern hatten beide Bluthochdruck, daher habe ich schon als Kind gelernt, bei ihnen regelmäßig Blutdruck zu messen. Bei mir war in der Kindheit stets alles ok. Ich konnte zwar nicht ganz so schnell rennen wie die anderen Kinder, aber das war’s auch schon.”

Erstmals bemerkbar machte sich der Bluthochdruck, als Claudia 17-18 Jahre alt war:

„Als Teenager bin ich viel Fahrrad gefahren. Danach war ich häufig komplett rot und fühlte mich auch richtig geschafft und kaputt.“ Diese Symptome hat sie schließlich ihrem Hausarzt geschildert und der hat sie auch direkt richtig eingeordnet: „Ich bekam ein Langzeitblutdruckmessgerät von ihm und da wurde erstmals Bluthochdruck bei mir diagnostiziert.“

Infolgedessen bekam sie blutdrucksenkende Tabletten. Weil aber auch deren Einnahme mit Nebenwirkungen einhergeht, sprach sich ein anderer Arzt dafür aus, die Tabletten abzusetzen, was sie dann auch vorerst tat.

»

Ich war schon in der 36. Schwangerschaftswoche, als ich mich auf einmal richtig seltsam fühlte. Mir war ganz flau und ich war wie neben der Spur. Ich war ganz sicher – das Kind kommt.

«

In der Schwangerschaft war plötzlich alles wieder anders.

Als daraufhin über Jahre hinweg alles im grünen Bereich blieb, in der frühen Erwachsenenphase zudem andere Dinge in den Vordergrund rückten, war die stille Gefahr vorübergehend vergessen. Bis Claudia schwanger wurde. Frauen in der Schwangerschaft entwickeln ohnehin häufiger Bluthochdruck als der Durchschnitt der Bevölkerung, insbesondere wenn eine familiäre Vorbelastung vorliegt.

So war es auch bei Claudia:

„Ich war schon in der 36. Schwangerschaftswoche, als ich mich auf einmal richtig seltsam fühlte. Mir war ganz flau und ich war wie neben der Spur. Ich war ganz sicher – das Kind kommt. Doch da habe ich mich geirrt: Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass ich wieder Bluthochdruck habe und mich deswegen seltsam fühle.“

Ihr Bluthochdruck wurde als so gefährlich für sie und das ungeborene Baby eingeschätzt, dass sie trotz Schwangerschaft wieder Blutdrucksenker bekam. Die Einstellung auf die neuen Medikamente gelang gut. Um dennoch unnötige Risiken für sie und ihr Kind zu vermeiden, wurde Anfang der 38. Schwangerschaftswoche die Geburt eingeleitet.

„Zur Sicherheit kam meine Tochter nach der Entbindung noch 2 Tage auf die Intensivstation. Dort wurde zum einen beobachtet, ob sie keinen Bluthochdruck hat, und zum anderen, ob sie sich normal entwickelt hat. Denn Bluthochdruck kann zu einer Unterversorgung der Plazenta führen und somit auch zu Entwicklungsstörungen beim Ungeborenen“, erinnert sich Claudia. Doch glücklicherweise war alles gut und das Baby rundum gesund. Auch die Blutdrucksenker konnten nach einiger Zeit wieder abgesetzt werden.

Seelischer und körperlicher Stress sind kein guter Begleiter.

Doch ob diese abzusetzen die richtige Entscheidung war, ist sich Claudia heute nicht sicher. Denn das dicke Ende kam 7 Jahre später, also vor wenigen Monaten. „Zu der Zeit war ich in einer schwierigen Phase, denn ich musste mich um die Versorgung und Unterbringung meines pflegebedürftigen Vaters kümmern. Das hat mich mental ziemlich mitgenommen“, erzählt sie. Stress, ob im Beruf oder privaten Leben, kann zu Bluthochdruck führen und die vorhandene Neigung dazu verstärken.

Mit leiser Stimme, noch sichtlich erschrocken über die Ereignisse fährt sie fort:

„Mir ging es schon über Wochen nicht gut. Ich hatte ständig Kopfschmerzen, war sehr vergesslich und hatte häufig das Gefühl, neben mir zu stehen. Ich habe mir schon das Schlimmste ausgemalt und bin deswegen auch einmal in die Ambulanz gegangen. Aber dort wurde ich einfach wieder nach Hause geschickt. Eines Tages, als ich mit meiner Tochter allein zu Hause war, waren meine Kopfschmerzen so extrem, dass ich praktisch außer Gefecht gesetzt war. Ich bekam nicht einmal richtig mit, was um mich herum geschah, geschweige denn, dass ich darauf reagieren konnte.“

In letzter Sekunde

Also nahm sie ihre letzten Kräfte zusammen und rief den Notarzt. Zum Glück. Dessen Blutdruckmessung ergab einen Blutdruck von 210:120. Sie kam sofort ins Krankenhaus, wo in den darauffolgenden 2 Tagen ihr Blutdruck stabilisiert wurde und sie erneut auf Blutdrucksenker eingestellt wurde.

 

»

Es ist auch schön, nicht ständig mit Kopfschmerzen und Schwindelgefühl leben zu müssen.

«
Und dann hat man Angst vor einem Schlaganfall.

Nun bleibt sie auch dabei: „Nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, werde ich die Blutdrucksenker nicht mehr absetzen. Meine Angst ist zu groß, dass ich wieder so schweren Bluthochdruck bekomme und dadurch womöglich sogar einen Schlaganfall erleide. Und es ist auch schön, nicht ständig mit Kopfschmerzen und Schwindelgefühl leben zu müssen.“ Sollte sie sich trotzdem einmal wieder „seltsam“ fühlen, misst sie sofort ihren Blutdruck, denn es könnte sein, dass ihre Tabletten neu auf sie eingestellt werden müssen.

 Besonders ärgerlich ist, dass es gar nicht so weit hätte kommen brauchen, wenn Claudia bei ihrem Besuch in der Ambulanz richtig behandelt worden wäre. Daher ist es für Menschen mit einer familiären Vorbelastung für Bluthochdruck wichtig, darüber Bescheid zu wissen, ihren Körper genau zu beobachten und auch selbst Blutdruck zu messen. Das hilft, schwereren Krankheitsverläufen rechtzeitig vorzubeugen.

Stoerer_Template_rot

Und jetzt haben wir hier noch etwas ganz Besonderes für dich:
Podcasts mit denen du deinem Blutdruck sofort etwas Gutes tun kannst

Höher, schneller, weiter…

Stress im Arbeitsleben erscheint mittlerweile so normal zu sein, dass du gar nicht mehr richtig merkst, wie du dich damit fühlst. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen klingt nett, aber wer schafft das schon wirklich?

Da wir wissen, wie man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag fühlt, haben wir uns etwas für dich überlegt. Wir geben dir etwas auf die Ohren! Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

#HÖR-GUT-ZU – dein Gesundheitspodcast!

Und wenn du lieber sofort loshören möchtest,haben wir hier eine kleine – zum Thema Bluthochdruck passende – Vorauswahl aus unserem besonderen Angebot vorgenommen. Viel Spass beim Lauschen!

Button Wichtige Links

Rund um das Thema Bluthochdruck für Dich zusammengefasst:

Hochdruckliga:

Die DHL – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft und  Betroffenen-Organisation. Hier findest du weitreichende Informationen zum Thema Bluthochdruck und insbesondere Kontakt zu passenden Selbsthilfegruppen.

https://www.hochdruckliga.de/selbsthilfegruppen-bluthochdruck.html

Deutsche Schlaganfallhilfe:

Bluthochdruck kann das Auftreten eines Schaganfalls begünstigen. Hier erfährst du Wichtiges zu diesem Zusammenhang und wie du ihm entgegenwirken kannst:

https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/risiken-erkennen-und-vermeiden/tipps-zur-vorsorge/blutdruck

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Bluthochdruck ist zweifelsfrei belegt. Hier erfährst du alles Wichtige dazu, wie Hypertonie durch das, was du isst beeinflusst werden kann:   

https://www.dge.de/

DU HAST IMMER NOCH FRAGEN?

Überhaupt kein Problem!
Hier findest du direkte Anlaufstellen und persönliche Services für dich.

Dieser Bluthochdruckratgeber ist ein besonderer Service der Novitas BKK – Die Fürsorgliche Krankenkasse.