Sars-CoV-2: Hände waschen, richtig niesen, Abstand halten

Gesundheitsalarm: Kampf der Falsch- und Überflussinformation zum Thema Corona-Virus.

Wir geben Dir hier die wichtigsten und vor allen Dingen verlässliche Antworten auf die richtigen Fragen.

Achtung

Das Coronavirus, das das SARS-COV-2-Syndrom bewirken kann, ist ein Erreger, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Bund und Länder haben wichtige Maßnahmen beschlossen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen wird von Seiten der Politik angemahnt. Es gelten weiterhin die so genannten AHA + L – Regeln: Abstand,  Hygiene, Alltagsmasken und Lüften.

Definition:

CORONA-VIREN =  Familie von RNA-Viren, die sowohl Tiere als auch Menschen infizieren können und beim Menschen vor allem Erkrankungen des Respirationstrakts auslösen. Sie können wie harmlose Erkältungen verlaufen, aber auch tödlich sein.

SARS-COV-2= Severe Acute Respiratory Syndrom = schweres akutes Atemwegssyndrom des Coronavirus Erregers Stamm 2 (es gibt insgesamt 7 Stämme)

COVID-19= Coronar Virus Disease (Erstauftreten 12/2019)

So kannst Du dich schützen:

Das Virus wird zumeist durch Tröpfcheninfektion und Aerosole übertragen. Corona Viren im Stuhl von COVID-19-Patienten wurden vereinzelt in Stuhlproben identifiziert. Für eine Ansteckung über Stuhl müssen Viren jedoch vermehrungsfähig sein. Dies wurde in Studien bisher nur selten gezeigt.

Sogar Infizierte, die sich noch relativ gesund fühlen, können schon ansteckend sein. Darum gilt immer: Abstand halten zu anderen Menschen, ca. 2 Meter genügen und viruzides Desinfektionsmittel benutzen. Außerdem: kein Händeschütteln, keine Umarmungen zur Begrüßung,  große Menschenansammlungen möglichst meiden. Zudem sollte nicht in den Raum oder in die Hände gehustet werden, sondern stattdessen lieber der eigene Ellenbogen benutzt werden. Öfters am Tag die Hände gründlich für mindestens 30 Sekunden ( = 2 x das ganze Lied “Happy Birthday to you” in Gedanken singen) mit Seife waschen und danach am besten ein virenabtötendes Desinfektionsmittel benutzen, macht Sinn! Das Tragen von Alltagsmasken ist überall im öffentlichen Raum vorgeschrieben, wo der nötige Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das gilt in der Freizeit ebenso wie am Arbeitsplatz. Der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 Meter erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt und exponierte Personen besonders tief einatmen. Besonders wichtig ist dies in geschlossenen Räumen. Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Thema Lüften.

Gegen das Virus selbst oder die Lungenkrankheit Covid-19 hat die Pneumokokken-Impfung keine Wirkung. Aber gerade ältere und immungeschwächte Menschen erkranken an einer sogenannten Pneumokokkenpneumonie, einer schweren Form der Lungenentzündung, die nicht selten tödlich endet. Richtig gefährlich wird die Pneumokokken-Pneumonie, wenn sie sich als bakterielle Superinfektion auf eine Infektion durch das Corona-Virus draufsetzt.

Wenn ich Anzeichen für Corona habe?

Wer sich schlecht fühlt, sollte zu Hause bleiben, um sich selbst und andere zu schützen. Dabei sollte jeder, der glaubt, er habe sich infiziert, bei seinem Hausarzt oder beim Gesundheitsamt anrufen, statt sich in volle Wartezimmer zu begeben.

Wann muss ich in behördlich angeordnete Quarantäne?

Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • Wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Ab wann bin ich wieder gesund?

In den aktuellen Statistiken werden auch immer die wiedergenesenen Menschen aufgeführt. Aber was bedeutet das eigentlich? Wer sich wegen eines positiven Tests nur in Quarantäne befindet, gilt nach 14 Tagen ab Symptombeginn und zwei aufeinanderfolgenden Tagen ohne Krankheitssymptome als gesund. Dies sollte der Arzt jedoch bestätigen.

Bei schweren Verläufen müssen die Patienten im Krankenhaus behandelt werden. Bessert sich das Befinden, kann die Therapie ambulant weitergeführt werden. Ansonsten dürfen Patienten das Krankenhaus erst wieder verlassen, wenn sie zwei Tage lang symptomfrei waren und zwei PCR-Tests im Abstand von 24 Stunden negativ waren.

AHA+L

Lüften gegen Corona

In den kommenden Herbst- und Wintermonaten, wenn wir uns wieder vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, wird regelmäßiges und richtiges Lüften noch wichtiger für den Infektionsschutz.

Je mehr Menschen sich zeitgleich in einem geschlossenen Raum aufhalten, desto häufiger sollte gelüftet werden. In Zeiten ansteigender Corona-Neuinfektionen ist das besonders wichtig. Denn das Virus wird vor allem über Aerosole übertragen.

Was bedeutet “richtiges Lüften” – und wie häufig am Tag ist es notwendig?

Die Formel „AHA“ für Abstand, Hygiene und Alltagsmasken hat uns bislang gut durch die Corona-Zeit geholfen. Jetzt kommt noch ein „L“ für Lüften dazu, damit der Infektionsschutz noch wirksamer wird.

Gutes und ständiges Lüften schützt die Gesundheit. Empfohlen wird, alle 20 Minuten die Fenster zum Stoßlüften weit zu öffnen, wenn möglich Querlüften , also gegenüber liegende Fenster gleichzeitig zu öffnen. Fenster nur anzukippen reicht hier nicht und sorgt auch nicht für den notwendigen Luftaustausch!

Und dort, wo raumlufttechnische Anlagen installiert sind, gilt: Mehr Frischluftzufuhr, weniger Umluft. Denn durch den ordnungsgemäßen Betrieb von raumlufttechnischen Anlagen und durch fachgerechtes Lüften, kann die Infektionswahrscheinlichkeit durch SARS-CoV-2 reduziert werden. 

Richtig Lüften im Klassenzimmer – eine besondere Herausforderung

Im Klassenzimmer herrscht ein vergleichsweise geringes Luftvolumen. Mit vielen anwesenden Schülerinnen und Schülern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich infektiöse Partikel im Raum anreichern, vergleichsweise hoch.  Regelmäßiges Lüften ist zur Verringerung der Ansteckungsgefahr das wirksamste Instrument.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat für die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Handlungsempfehlung zum richtigen Lüften in Klassenzimmern herausgegeben.

Klassenzimmer mit einer Größe von ca. 60-75 m3 und einer Schüleranzahl von üblicherweise 20 bis 30 Kindern sollten in jeder Unterrichtspause (d.h. alle 45 Minuten!) bei weit geöffneten Fenstern intensiv gelüftet werden. Dauern die Unterrichtseinheiten länger, müssen die Fenster eben während des Unterrichts aufgemacht werden.

Auch im Winter, wenn es draußen sehr kalt ist, empfehlen Experten  dreimal stündlich das Stoßlüften – oder besser noch Querlüften durch gegenüberliegende Fenster -. Die Angst vor einem Auskühlen des Raums ist unbegründet, denn die Raumtemperatur im Klassenzimmer sinkt lediglich um wenige Grade. Ein weiterer positiver Effekt: der Kohlendioxidgehalt (CO2) in der Luft sinkt durch das Lüften, die Schülerinnen und Schüler können sich danach wieder besser konzentrieren.

Werden dagegen nur die Türen, nicht aber die Fenster geöffnet, könnten Viren über den Flur in andere Klassenräume transportiert werden. Werden die Fenster nur angekippt, entweicht unnötig Raumwärme und es kann sich Schimmel an den Fenstern bilden.

Was für Klassenzimmer gilt, gilt auch für alle anderen geschlossenen Räume

Gleiches gilt für Großraumbüros oder die Wartezimmer beim Arzt. Noch luftiger wird es in Fitnessstudios zugehen müssen. Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) des Umweltbundesamtes empfiehlt, die Luft in Räumen, in denen Sport getrieben wird, fünfmal pro Stunde auszutauschen. Das klingt schon fast nach Dauerlüften.

Covid Impfung
Die Impfstrategie

Impfen gegen COVID-19

Lesezeit

Mit der Impfung gegen SARS-COV2 konnte nach Weihnachten begonnen werden. Der erste in Deutschland zugelassene COVID-19-Impfstoff BNT162b2 der Firma Biontech, in Kooperation mit Pfizer, ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wir fassen die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Impfstoff für euch zusammen.

Warum brauchen wir eine Impfung gegen Covid-19?

Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Da das Virus auch durch asymptomatische Personen übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet sich SARS-CoV-2 schnell aus.

Allein in Deutschland sind bisher (Stand Dezember 2020) über 1,5 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und mehr als 27.000 Menschen daran gestorben. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. Der erste Impfstoff, der in Deutschland nun zugelassen ist, zeichnet sich durch eine hohe Effektivität aus. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrschein­lichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, bei den COVID-19 geimpften TeilnehmerInnen um 95% geringer war als bei den Placebo-geimpften TeilnehmerInnen. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird.

Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht abschließend geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird.  Daher gelten auch nach der Impfung weiterhin die AHA-Regeln!

Die Impfung bietet einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. Wie bei jeder Impfung können auch nach einer COVID-19-Impfung Impfreaktionen auftreten. Der Nutzen einer Impfung überwiegt jedoch bei weitem die Risiken.

(Quelle: RKI, Stand Dezember 2020)

https://www.rki.de

Wer wird zuerst geimpft? - Die Impfverordnung des BMG

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Laut Impfverordnung wurden drei Gruppen mit “höchster”, “hoher” und “erhöhter” Priorität festgelegt, laut Gesundheitsministerium sind das folgende Gruppen.

Höchste Priorität:

  • Personen ab 80 Jahren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (etwa Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin)

Hohe Priorität:

  • Über-70-Jährige
  • Menschen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder bei ambulanten Pflegediensten regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Erhöhte Priorität:

  • Über-60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chronischer Nierenerkrankung, chronischer Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

(Quelle: Bundesgesundheitsministerium)

www.drk.de/hilfe-in-deutschland/corona-impfzentren-in-deutschland/

Über 400 Impfzentren bundesweit

Die größte Impfaktion, die es je in Deutschland gab, muss gut organisiert werden. Erschwerend hinzu kommt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer bei minus 80 Grad gelagert werden muss. Das können weder Arztpraxen noch Apotheken leisten. Daher wurden in ganz Deutschland über 400 Impfzentren eingerichtet.  

Die Impfungen werden ausschließlich von Ärzten, medizinischen Fachangestellten, Gesundheits- oder Krankenpflegern vorgenommen.  In der Anfangsphase werden die Zentren durch mobile Teams unterstützt, die zum Beispiel in den Pflegeeinrichtungen die Impfungen koordinieren.

Die Verantwortung für die Durchführung der Impfungen liegt bei den jeweiligen Bundesländern, die ihrerseits die Verantwortung für die Durchführung bis in die Kreisverwaltungen delegieren. Informationen zu den Standorten der Impfzentren, Ablauf und Impfterminvergabe erhältst du auf den Seiten deines jeweiligen Bundeslandes.

Eine Übersicht der Corona-Impfzentren nach Bundesland findest du hier:

https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/corona-impfzentren-in-deutschland/

 

„Wir fühlen uns verpflichtet, unser gesamtes technologisches und immuntherapeutisches Know-how zu nutzen, um den COVID-19-Pandemie-Notfall zu bewältigen. Unser Ziel ist klar: Einen potenziellen Impfstoff der Öffentlichkeit so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen - weltweit."

von Prof. Ugur Sahin/Biontech

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die modernen Impfstoffe werden für gewöhnlich sehr gut vertragen. Folgende Nebenwirkungen wurden bislang beobachtet:

Häufig:

Müdigkeit, Kopfweh, Schmerzen an der Einstichstelle. Solche Begleiterscheinungen sind Impfexperten zufolge üblich.

Selten:

Fieber, Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen.

(Studie mit 44.820 Teilnehmern zufolge – von denen etwa die Hälfte den Biontech-Impfstoff bekommen hatte)

Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Im Vergleich zu vielen etablierten Impfstoffen wie etwa dem gegen Grippe traten die Nebenwirkungen aber vergleichsweise häufiger auf. Grundsätzlich traten Begleiterscheinungen öfter bei der zweiten Impfdosis auf.

Vereinzelt gab es bei den Tests “unerwünschte Ereignisse” wie geschwollene Lymphknoten. Je eine Person meldete eine Schulterverletzung, Herzrhythmusstörungen sowie Taubheitsgefühl im Bein.

Allergien: Bei den Impfungen in Großbritannien hatten einige Menschen stärkere allergische Reaktionen gezeigt. Aus diesem Grund haben die Behörden veranlasst, Menschen mit stärkeren Allergieproblemen vorerst nicht zu impfen.

(Quelle: RKI/ZDF)

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfung-nebenwirkungen-biontech-100.html

Wie oft wird geimpft?

Der Impfstoff der Firma Biontech wird in zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen verabreicht, um eine vollständige Immunität gegen das Virus sicherstellen zu können.

(Quelle: BMG)

 

Was ist das für ein Impfstoff?

Bei dem aktuell zugelassenen Impfstoff der Firma Biontech handelt es sich um einen so genannten mRNA-Impfstoff.

DNA- und mRNA-Impfstoffe stellen eine neue Generation von Impfstoffen dar. Sie funktionieren auf ganz andere Weise als die altbekannten Lebend- und Totimpfstoffe.

Der Unterschied zu herkömmlichen Impfstoffen: Er enthält lediglich die Bauanleitung für Bestandteile des Covid-19-Erregers – und nicht das Virus selbst.

Zu mRNA-Impfstoffen liegen bereits gute wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Bei umfangreichen Tierversuchen mit mRNA-Impfstoffen gab es bislang keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen oder Schäden. Die klinischen Studien als Zulassungsgrundlage mit den Covid-19-mRNA-Impfstoffen waren sehr umfangreich und haben mehrere zehntausend Probanden eingeschlossen. Die Probanden werden dabei intensiv medizinisch beobachtet.

(Quelle: BMG)

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html#c19743

Ab wann haben wir eine Herdenimmunität in Deutschland?

Erst wenn 70 Prozent der Bervölkerung geimpft und damit immun sind, kann die Pandemie eingedämmt werden.

Es fehlen aber noch detaillierte Daten dazu, wie wirksam die einzelnen COVID-19-Impfstoffe sind und wie lange der Impfschutz anhält – auch dies beeinflusst, wie viel Prozent der Bevölkerung sich impfen lassen müssten.

(Quelle: RKI)

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Tests für Reiserückkehrer

Seit dem 8. August 2020 gilt für alle, die aus einem Risikogebiet einreisen, die Testpflicht auf Covid-19. Zu berücksichtigen ist, dass solange kein negatives Testergebnis vorliegt, die häusliche Quarantäne strikt eingehalten werden muss. Wenn das Ergebnis des Tests positiv ausfällt, kommt es zu einer 14-tägigen Quarantäne, bei einem negativen Testergebnis, ist diese aufgehoben.

Auch für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten besteht mittlerweile die kostenfreie Testmöglichkeit innerhalb von 72 Stunden nach Einreise mit der Möglichkeit der einmaligen Wiederholung des Tests. Dieser kann unmittelbar nach Einreise, z.B. direkt am Flughafen oder durch niedergelassene Ärzte, oder durch die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden. 

Meldung beim Gesundheitsamt

Die positiven Testergebnisse werden dem Gesundheitsamt direkt vom Labor aus gemeldet. Wenn der Test negativ ausfällt, muss man dies dem Gesundheitsamt selber nachweisen.
Wichtig ist, dass man sich schon bereits nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt meldet. Außerdem gibt es die sogenannten „Aussteigekarten“ für die Gesundheitsbehörden, die zur Kontaktpersonennachverfolgung dienen.

Teststellen

Einreisende können sich sowohl am Flughafen oder Hafen, als auch nach telefonischer Absprache bei einem Arzt testen lassen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, dass man bereits mit einem Testergebnis einreist, welches jedoch max. 48 Stunden alt sein darf. Zudem muss der Test in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem vom RKI aufgeführten Staat durchgeführt worden sein. Zudem muss die Bescheinigung auf Deutsch oder Englisch verfasst sein. Des Weiteren werden Stichprobenkontrollen an Grenzübergängen durchgeführt.

Strafen

Bei Nichtbefolgung der Vorgaben, sprich keine Durchführung eines Tests innerhalb von 14 Tagen oder anderen Verstößen, drohen Bußgelder.

Corona App

Die Corona Warn App ist da

Die offizielle deutsche Warn-App für den Kampf gegen das Coronavirus ist nun verfügbar. Sie soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern. Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben.

Die App soll Nutzer benachrichtigen, wenn sie sich in der Nähe von Corona-Infizierten aufgehalten haben. Dadurch sollen Infektionsketten besser nachvollziehbar werden und die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden.

Dazu misst die App über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich Anwender über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Dabei werden stoßweise alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Der Ort der Begegnung wird dabei nicht erfasst.

Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und diese Information mittels QR Code eingescannt in der App geteilt, werden die anderen Anwender informiert, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

 

Hier könnt ihr die App runterladen

Download für Android

Download für Apple

Wir übernehmen die Kosten für den Test nach einer Corona-Warnung

Erhältst du als Nutzer der App eine Warnung „Erhöhtes Risiko“ , so werden dir weitere Verhaltenshinweise angezeigt – u.a. auch, die weiteren Schritte mit dem Hausarzt, dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst bzw. dem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen. Sollte daraufhin ein Test notwendig sein, wird dieser von der Novitas BKK übernommen. Dazu wurde unser Leistungskatalog entsprechend ergänzt, um den Abstrich und die Laboruntersuchung zu vergüten. 

Update bringt zwei neue Funktionen für die Corona-App

Grenzübergreifende Warnungen dank EU-Corona-Gateway

Dies ermöglicht nun den Austausch der pseudonymisierten Datenschlüssel mit Nutzern von Corona-Apps aus anderen europäischen Ländern. Zum Start sind neben Deutschland bereits Italien und Irland bei dem neuen EU-Corona-Gateway dabei, weitere Länder sollen in Kürze folgen. Explizit genannt werden hier Lettland, Dänemark, Österreich, Niederlande, Spanien, Estland und Tschechien.

Tagebuch-Funktion zur freiwilligen Symptomerfassung

Die zweite neue Funktion richtet sich an Nutzer, die positiv auf Corona getestet wurden. Sie haben nun die Möglichkeit, in der App in einer Kalenderansicht ihre Symptome zu erfassen – natürlich vollkommen freiwillig. Dadurch soll die App genauer das Ansteckungsrisiko von Kontakten einschätzen können. Die erfassten Symptome fließen dabei in die Festlegung der Infektiosität der Nutzer ein, die ihren Diagnoseschlüssel teilen.

Die häufigsten Symptome – darauf solltest Du achten

Symptome Corona
Symptome Covid-19

Mundschutz ja oder nein?

Fragezeichen

Es gibt zertifizierte Atemschutzmasken in drei Sicherheitskategorien. Hochwertige Masken (vom Typ FFP3) bietet guten Schutz, sie aber über längere Zeit zu tragen, ist äußerst unangenehm. Masken aus Papier sowie die bekannten OP-Masken sind bereits nach kurzer Zeit durchfeuchtet und bieten dann keinen ausreichenden Schutz mehr.

Mit 8 einfachen Schritten zur Gesichtsmaske.

Natürlich kannst Du Dir auch eine einfache Maske selber nähen und diese regelmäßig bei 90 Grad waschen. Eine Nähanleitung als PDF findest Du hier.

Maskenhygiene – so geht’s!

Viele Menschen tragen im öffentlichen Raum selbstgenähte Masken für Mund und Nase, so genannte Alltagsmasken. Werden sie jedoch nach dem Gebrauch feucht in einen Beutel gesteckt oder in die Hosentasche geschoben, dann können sich Bakterien und Schimmelpilze auf dem Stoff bilden.

Vorsicht vor Pilzen und Bakterien

Setzt man die Maske dann ungewaschen wieder auf, dann ist das sogar ungesund! Darum gilt im Umgang mit Alltagsstoffmasken:

• Masken nach einmaliger Nutzung nur für kurze Zeit in einem Beutel oder ähnlichem luftdicht verschlossen aufbewahren

• Bei mindestens 60 Grad, besser bei 95 Grad waschen

• Alternativ Auskochen für 10 Minuten in einem Topf mit Wasser

• Die gewaschene Gesichtsmaske an der Luft trocknen

 

Coronavirus – welche Behandlung hilft?

Nicht alle Erkrankungsverläufe nach einer Infektion mit dem Coronarvirus sind schwer. Antibiotika sind bei Viruserkrankungen leider nutzlos und sollten daher auch nicht prophylaktisch eingenommen werden. Anders verhält es sich bei Superinfektionen mit Bakterien, da kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein Antibiotikum durchaus sinnvoll sein.

Da oft eine Lungensymptomatik, wie z.B. extrem starker Husten, Schwierigkeiten beim Einatmen und Luftnot im Vordergrund steht, können Schleimlöser, hustenreizstillende Hustensäfte und Bronchienerweiternde Medikamente helfen, in schwereren Fällen kann auch eine intensivpflichtige Beatmung erforderlich werden.

Bei Fieber, Gliederschmerzen und allgemeinen Krankheitsbeschwerden helfen fiebersenkende Mittel (wie z.B. Paracetamol und Novalgin, etc.) Bei längerem fieberhaftem Krankheitsverlauf kann auch ein Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes nötig werden. Die Wissenschaftler arbeiten unter Hochdruck an Wirkstoffen für neue Medikamente und an einer Impfung. Letztere wird aber so bald nicht zur Verfügung stehen.

COVID 19 – Medizinische Risikogruppen

Die meisten Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren, erkranken nicht schwer. Mit zunehmenden Alter wird jedoch das Immunsystem schwächer. Auch Vorerkrankungen haben Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Für diese Risikogruppe ist eine weitere Ausbreitung der Krankheit besonders gefährlich:

  • Menschen ab dem 65. Lebensjahr. Aber Achtung: Auch junge Menschen können einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen
  • Personen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz- oder Kreislaufvorerkrankungen, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD

Familien im Ausnahmezustand

Der Alltag hat sich aufgrund der bundesweiten Corona-Maßnahmen für uns alle verändert. Doch für Familien bringen die häusliche Quarantäne und das Kontaktverbot besondere Herausforderungen mit sich. Den Kindern fehlt der tägliche Austausch mit Gleichaltrigen. Was bedeutet es für den Familienalltag, plötzlich rund um die Uhr auf engstem Raum zusammenzuleben und sich nicht aus dem Weg gehen zu können? Laut Kinderschutzverbänden bedeutet es vor allem einen rasanten Anstieg der häuslichen Gewalt. Denn hinter den verschlossenen Türen liegen die Nerven vielerorts bereits blank. Weitere wichtige Informationen und Anlaufstellen findest Du hier.

Panikmodus: Aus!

Diese Maßnahmen helfen nicht

Wer sich vor der Covid-19-Krankheit schützen möchte, sollte sich in erster Linie an die gleichen Regeln halten, die Mediziner und Gesundheitsexperten jedes Jahr zur saisonalen Grippewelle empfehlen (vgl. Linkliste weiter unten). Diese Maßnahmen solltest du hingegen nicht ergreifen:

 

  • Kaufe keine angebotenen Medikamente gegen das Corona-Virus ohne ärztlichen Rat.
  • Antibiotika helfen nicht gegen Viren, daher unnötig.
  • Du  musst keine Lebensmittel meiden, aber frisches Obst und Gemüse bitte immer gründlich waschen!
  • Hausmittel sind wirkungslos.
  • Wenn es dringend ist: Rufen Sie 116 117 an.
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Und wenn noch Fragen offen sind:

Hier die wichtigsten Links zum Coronavirus

BZgA

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Online gibt sie die richtigen Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Corona-Virus.

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Robert Koch Institut

Das Robert Koch Institut bietet Dir umfassende Informationen zum Thema Covid-19

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Bundesgesundheitsministerium

Das Ministerium hat die wichtigsten Fakten hier zusammengetragen:

https://www.zusammengegencorona.de/informieren/

Corona-Portale der Bundesländer

Über diese Seite gelangst du zu den Corona-Portalen der Bundesländer, wo du die Wiedereinreisebedingungen aus den Corona-Risikogebieten recherchieren kannst.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

WHO räumt mit Fake-News auf

Die WHO hat einige Mythen rund um das Corona-Virus auf den Prüfstand gestellt. Nachrichten zu Knoblauch, Mücken oder elektrischen Händetrocknern werden mit lustigen Grafiken unter die Lupe genommen.

https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters

 

Impfstoffe gegen Covid-19

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller informiert auf seiner Homepage über 46 Impfstoffprojekte, die bereits angelaufen sind.

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov

Tipps für die Quarantäne

Eine Quarantänesituation ist eine Schutzmaßnahme. Sie kann aber auch eine Belastung sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt nützliche Tipps für diese Situation.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/COVID-19_Tipps_bei_haeuslicher_Quarantaene.pdf

Du hast Fragen zu weiteren Krankheitswellen?

Dir machen Dinge, die Du dazu gelesen hast, Sorgen? Wir verstehen, Deine Verunsicherung. Darum gibt es den Gesundheitsalarm. Er ist verlässliche Erstanlaufstelle und weist den Weg zu den vertrauenswürdigen Informationsquellen.

Achtung
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Der Gesundheitsalarm ist ein Service der Novitas BKK – Die Fürsorgliche Krankenkasse.